Das Herzstück des LITHOTHERM-Systems besteht aus der LITHOTHERM-Formplatte/ZS aus Ton.



Heizflächenauslegung und hydraulischer Abgleich



Mit Hilfe der Heizflächenauslegung wird festgelegt und sichergestellt dass in jedem Raum die notwendige Wärmemenge erzeugt wird. Dabei gibt es genaue Angaben wie viel Meter Rohr Fußbodenheizung in jedem Raum verlegt wird und ob ein Wärmefehlbedarf vorliegt. Bei Fußbodenheizungen hat man häufig das Problem dass durch höhere Anforderungen des Badezimmers an die geforderte Temperatur (24°) und eine begrenzet Auslegefläche für die Fußbodenheizung ein Wärmefehbedarf auftritt. Dieser wird in der Regel durch einen zusätzlichen "Handtuchheizkörper" ausgeglichen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass es sich um einen elektrischen Heizkörper handelt, da für einen wasserbetriebenen die Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung in aller Regel zu gering ist. Neben der Raumgröße, des Raumvolumens, der Rauminnentemperatur und der für die Fußbodenheizung zur Verfügung stehenden Fläche gibt es noch zwei weitere Faktoren welche die Leistung des Systems beeinflussen:
  • Bodenoberbelag
  • Dämmung nach unten

Bodenoberbelag:
Entscheidend für die Eignung des Bodenbelags für eine Fußbodenheizung ist zum einen die Dicke des Materials, zum anderen dessen Wärmeleitfähigkeit. Die beiden Faktoren Dicke und Wärmeleitfähigkeit bestimmen den Wärmedurchlasswiderstand – je niedriger dieser ist, desto besser für die Kombination mit der Fußbodenheizung. Der Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W sollte nicht überschritten werden. Je höher der Wärmedurchlasswiderstand desto träger reagiert die Heizung. Desweiteren mindert ein höherer Wärmedurchlasswiderstand auch die Effizienz der Heizung: ist dieser zu hoch, muss auch die Heizwassertemperatur erhöht werden. Damit steigt der Energieverbrauch.

Bodenbeläge mit hohem Wärmedurchlasswiderstand:

  • Teppich (0,12 – 0,15)
  • Parkett (0,10 – 0,15)
  • Holzdielen (0,10 – 0,15)
  • Laminat (ca. 0,044)
Bodenbeläge mit niedrigem Wärmedurchlasswiderstand:
  • Fliesen (0,00 – 0,015)
  • Naturstein (ca. 0,014)

Dämmung:
Die Fußbodenheizung gibt großflächig bei geringer Vorlauftemperatur über den geeigneten Fußbodenbelag gleichmäßige Wärme ab und sorgt so für ein angenehmes Raumklima. Wenn die Fußbodenheizung nun ohne geeignete Dämmung verlegt wird, gibt sie die Wärme über ihre Heizschlangen wahllos ab – selbstverständlich auch beispielsweise in den Keller. Wenn im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung eingebaut werden soll, muss die Geschossdecke zum Keller (nicht beheizter Raum)  hin unbedingt isoliert werden. Ohne eine entsprechende Dämmung würde der Keller unweigerlich mit geheizt werden. Durch die fachgerechte Dämmung unterhalb der Fußbodenheizung kann man dafür sorgen, dass die Wärme dorthin gelangt, wo sie benötigt wird. Bei angrenzenden, gleichbeheizten Räumen ist eine Dämmschicht nicht nötig, da die Trittschalldämmung oftmals ausreicht.

Hydraulischer Abgleich

Regelgenauigkeit und Effizienz werden nur durch ein hydraulisch abgeglichenes System erzielt

Eine wichtige Vorraussetzung für die einwandfreie Funktion und den energieeffizienten Betrieb einer Flächenheizung ist eine abgestimmte Hydraulik, beispielsweise nach VOB, DIN 18380 sind die Anlageteile der Flächenheizung so einzustellen, dass die geforderten Funktionen und Leistungen bei bestimmungsgemäßen Betrieb, also auch bei Raumtemperaturabsenkung oder Betriebspausen, erbracht und alle Verbraucher entsprechend ihres Bedarfs versorgt werden. Nur mit einem in allen Komponenten hydraulisch abgeglichenen System lässt sich die erforderliche Regelgenauigkeit und Effizienz erreiche. Dies gilt nicht nur für neu erstellte Anlagen, sondern auch für nicht abgeglichene Bestandsanlagen.

Vorteile des hydraulischen Abgleichs:
  • Gleichmäßiges und schnelles Aufheizen
  • Erforderliche Heizleistung wird erreicht
  • Keine überhöhten Oberbodentemperaturen
  • Geringerer Energieverbrauch, elektrisch (Umwälzpumpen) und thermisch (Öl, Gas ...)
  • Geräuschminimierung an Ventilen, Pumpen und weiteren Bauteilen der Heizungsanlage
  • Mehr Komfort, bessere Regelfähigkeit
Heizwasser fließt immer den Weg des geringsten Rohrleitungswiderstandes - dies gilt auch für den Heizwasserstrom in den einzelnen Flächenheizungskreisen. Durch die unterschiedlichen Flächengrößen und Verlegeabstände ergeben sich unterschiedliche Heizkreislängen und damit auch Druckverluste. Ohne hydraulischen Abgleich der Flächenheizung werden somit kurze Heizkreise über-, bzw. lange Heizkreise unterversorgt.

Ein korrekt durchgeführter hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass bei einer bestimmten Vorlauftemperatur jeder Raum mit genau der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
In zahlreichen DIN Vorschriften* und Förderprogrammen wird ein hydraulischer Abgleich gefordert.


*DIN 4701/10
Vorausgesetzt wird die Dimensionierung aller Anlagekomponenten nach dem Stand der Technik und vollständig einregulierten Anlagen (hydraulischer Abgleich) der Heizungs-, Lüftungstechnik und Trinkwassererwärmung






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